Monatsarchive: Februar 2013

East Side Gallery retten! Keine Luxuswohnbebauung auf dem ehemaligen Todesstreifen

Petition des Bündnisses „East Side Gallery Retten“

Text der Petitionsseite (Stand Mi 28.08. 21 Uhr):

+++ UPDATE: Schon morgen, am 1. März 2013 soll die East Side Gallery abgerissen und umgesetzt werden. Uns bleiben 24 Stunden um zu protestieren. Wir richten unsere Forderung nun an Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, da nur er den Abriss mit einem Moratorium noch stoppen kann. +++

Helft mit, kommt morgen um 9 Uhr zur East Side Gallery – dort bilden wir eine Mauerkette. Informiert Eure Freunde. Rettet die East Side Gallery! +++

Weitere Informationen aktualisieren wir hier und unter @EastsideRetten

Berlinerinnen und Berliner, Teile der denkmalgeschützten East Side Gallery sollen schon diesen März abgerissen und umgesetzt werden! Warum? Grund ist eine Luxuswohnbebauung des ehemaligen Todesstreifens direkt hinter der East Side Gallery.

Sie wollen die East Side Gallery bewahren? Dann unterschreiben Sie jetzt. Sobald Sie unterschrieben habe, leiten Sie die E-Mail an Ihre Freunde und Bekannte weiter.

Die East Side Gallery ist eine der wenigen Abschnitte, die nach dem Abriss der Mauer noch im Originalzustand erhalten wurden. Sie ist ein historisches Zeugnis der Teilung, ein Mahnmal der Geschichte, das aus guten Gründen unter Denkmalschutz steht. Nun werden Teile der East Side Gallery abgerissen. Der Abriss, der für diesen März geplant ist, macht Platz für 45 Luxuseigentumswohnungen (geändert von 50, Quelle: Immobilien Zeitung) für 7.800 Euro pro Quadratmeter (Quelle: Immonet.de).

Auf dem ehemaligen Todesstreifen hinter der East Side Gallery ist der Bau eines 14-geschossigen, 63 Meter hohen Hochhauses geplant. Realisiert werden soll das Bauvorhaben durch den Vogtländer Unternehmer Maik Uwe Hinkel und einen Berliner Investor, der unter dem Namen „Living Bauhaus“ firmiert, den aber nichts mit dem Erbe des Bauhauses verbindet: Statt sozialem Wohnungsbau entsteht Luxus-Eigentum.

Bebauung trotz Bürgerentscheid und Denkmalschutz

Der Bau eines Turmes im Gebiet der Mediaspree verstößt gegen das erfolgreiche Votum des Bürgerentscheids „SPREEUFER FÜR ALLE!“ von 2008, wonach dort überhaupt keine Hochhäuser entstehen sollen! Und: Als Sinnbild für die Teilung Berlins steht die East Side Gallery seit 1991 unter Denkmalschutz.

Unterschreiben Sie jetzt für die Rettung der East Side Gallery.

Wir Bürgerinnen und Bürger Berlins stellen uns mit dieser Petition vor die denkmalgeschütze East Side Gallery und rufen den Politikern Berlins laut zu:

+ Kein Abriss von Teilen der denkmalgeschützten East Side Gallery für private Luxusbebauung

+ Keine Luxuswohnbebauung hinter der East Side Galerie auf dem ehemaligen Todesstreifen

+ Für eine nachhaltige und zukunftsweisende Stadtplanung, die durch soziale und ökologische Kompetenz mit dem Ziel der Erhaltung der sozialen Strukturen und der kulturellen Vielfalt geprägt ist

+ Für eine besondere Berücksichtigung des Ökosystems der Spree, das für das Klima der Stadt wichtig ist

Das längst überholte Konzept von Privatisierung und Gewinnmaximierung durch Verdichtung und Bebauung mit Hotels, Büros, Einkaufszentren und Luxus-Eigentumswohnungen sollte zugunsten einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Stadtplanung über Bord geworfen werden.

Die Baugenehmigung, auf die sich Hinkel stützen kann, läuft im März aus. Wenn bis dahin nicht mit dem Bau begonnen wird, verfällt sie. 

Lassen Sie uns gemeinsam 50.000 Stimmen für die East Side Gallery sammeln. Luxuswohnungen auf dem Todesstreifen sind nicht das Berlin, das wir uns wünschen.

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Pressemitteilung der KÖPI 27.2.13

Kundgebung gegen die Versteigerung des Wagenplatzes der Köpi am
Donnerstag 28.02. ab 9 Uhr
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Unter dem Motto „Maximaler Ärger für keinen Gewinn“ findet vor dem Amtsgericht Mitte (Littenstraße 12-17) eine Kundgebung gegen die Zwangsversteigerung des Wagenplatzes der Köpi auf betreiben eines Tochterunternehmens der verstaatlichten Commerzbank AG und des Landes Berlin statt. Live und lautstark wird die HipHop-Combo „Calavera“ (St. Etienne/Frankreich) und „Puto Production“ (Percussive Electro Trance aus Berlin) die Proteste begleiten. Dabei werden die Unterstützer_innen und Bewohner_innen des weithin bekannten Wohn- und Kulturprojekts den potentiellen Investor_innen zeigen, was sie von ihnen halten. Schon mehrfach sind Investor_innen durch vielfachen und energischen Widerstand teuer gescheitert. Das wird so bleiben!

Die Köpi gehört zu den wenigen unkommerziellen und selbst verwalteten Wohn- und Kulturprojekten in Berlin und gilt selbst in spekulativen Investor_innenkreisen als unverwertbares Risikokapital. Alle der rund 100 Bewohner_innen des Hauses und des Wagenplatzes verfügen über langfristige und versteigerungsfeste Wohnraummietverträge.

Das Projekt liegt im Sanierungsgebiet „Nördliche Luisenstadt“. Das Sanierungsverfahren sieht zwingend eine Bürgerbeteiligung vor. In der Betroffenenvertretung hat sich bereits die Mehrheit für die Festlegung des Wagenplatzes als Sondernutzungsfläche für experimentelles Wohnen ausgesprochen. Mit Hilfe dieses Verfahrens wurden bereits in anderen Städten Wagenplätze erfolgreich in eine dauerhafte Nutzung überführt. Gespräche mit den Fraktionen der Bezirksversammlung deuten auf deren breite Zustimmung hin.

Durch die städtische Sanierungssatzung sind schnelle Gewinne nach Ersteigerung und Weiterverkauf des Grundstücks ausgeschlossen, denn der Eigentümer hat einen Ausgleichsbetrag für die Werterhöhung durch die Sanierung des Umfeldes an die Stadt aufzubringen.

Wenn schon kein Gewinn den/die Erwerber_in erwartet, dann umso mehr direkten Ärger. Die Köpi ist vernetzt mit zahlreichen Wagenplätzen, linken Projekten und Gruppen in ganz Europa. Der Widerstand wird kreativ, energisch und auf allen Ebenen geführt!

Beteiligt euch an den Protesten morgen früh um 9 Uhr vor dem Amtsgericht
Mitte (Littenstraße 12-17)

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Zwangsräumung ausgesetzt

Pressemitteilung, 27.02.2013 12 Uhr

Heute, am Mittwoch den 27.02.2013, sollte die schwerbehinderte 67-jährige Rosemarie F. aus ihrer Wohnung in der Aroser Allee 92 in Berlin-Reinickendorf zwangsgeräumt werden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot, inklusive Hunden, vor Ort. Das Haus war weiträumig mit Hamburger Gittern abgesperrt.

Trotz früher Morgenstunde waren mehr als 200 UnterstützerInnen dem Aufruf zur Kundgebung gefolgt, um ihrem Protest gegen hohe Mieten, Verdrängung und Zwangsräumung lautstark Ausdruck zu verleihen.

Die Zwangsräumung wurde sprichwörtlich in letzter Sekunde ausgesetzt. Als sich die Gerichtsvollzieherin bereits Zugang zu der Wohnung verschafft hatte und das Schloß schon ausgetauscht war, bekam sie den Anruf vom Gericht, dass die Zwangsräumung für heute ausgesetzt und mindestens bis 6. März verschoben ist. Wie aus der Pressemitteilung des Amtsgerichtes Wedding zu entnehmen, will sich das Gericht Zeit nehmen, um in „rechtsstaatlich gebotener Weise“ abzuwägen.

Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ begrüßt diese Prüfung. Die Eigentümerin, die die Wohnung erst zum 1.8. des letzten Jahres gekauft hatte, war davon ausgegangen, Rosemarie F. zu räumen. Sie hatte darum gar kein Mietkonto mehr angegeben. Nun kam durch die Unterstützung des Bündnisses heraus, dass der Bezirk zur Mietzahlung generell bereit und übrigens verpflichtet ist und natürlich die aufgelaufenen Mietzahlungen auch übernimmt. Darum sehen wir jetzt Hoffnung für Rosemarie F.

Bündnis Zwangsräumungen verhindern
zwangsraeumungverhindern@riseup.net
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Mi. // 27.02. // 8 Uhr // Kundgebung gegen Zwangsräumung von Rosemarie F.

Quelle und weitere Informationen: http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

Für Mittwoch, den 27.02.2013 um 9 Uhr, hat sich die Gerichtsvollzieherin zur Zwangsräumung der schwerbehinderten 67-jährigen Rosemarie F. angekündigt. Aber seit der Zwangsräumung der Familie Gülbol aus der Lausitzer Str. 8 am 14. 02. 2013 in Berlin-Kreuzberg finden Zwangsräumungen nicht mehr still und leise statt, sondern werden von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet.

Deshalb ruft das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ für Mittwoch, den 27.02.2013 um 8 Uhr zur angemeldeten Kundgebung vor dem Haus in der Aroser Allee 92 in Berlin Reinickendorf auf. Lasst Rosemarie F. hier wohnen!

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Radio Aktiv Berlin 24.02.2013: Versteigerung des KÖPI-Wagenplatzes trifft auf Widerstand

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Am Donnerstag dieser Woche, den 28.02.2013 soll im Amtsgericht Mitte in Berlin das Gelände des Bauwagenplatzes der KÖPI an Investoren versteigert werden. Die KÖPI ist ein seit 1990 besetzten und inzwischen halblegalisierten Haus, mit zahlreichen politischen und sozialen Projekten, zusammen mit einem angrenzenden Bauwagenplatz. Mitten im Herzen des sog. Media-Spree Investoren Paradieses am Berliner Spreeufer scheinen die Bewohner_innen von Mietshäusern und Bauwagenplätzen nur noch Randfiguren in der Stadtentwicklung zu sein.

Quelle: http://www.freie-radios.net/53900
Lizenz: CC BY-NC-SA

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rbb Kulturradio 23.02.2013: Eine Stadt wird geteilt – Berlin auf dem Weg zur sozial entmischten Metropole?

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Quelle: http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/130223/zeitpunkte_reportage_1704.html

RBB-Text:
Berlin ist eine Stadt der Mieter – noch. Aber ob deutsch-, russisch- oder türkischsprachige Hauptstädter, viele haben ihrem angestammten innerstädtischen Kiez bereits den Rücken kehren müssen und sind notgedrungen Richtung Stadtrand gezogen, weil sie die steigenden Mieten nicht mehr bezahlen konnten. Die Wende nach der Wende in der Berliner Wohnungspolitik ist seit den 1990er Jahren Anlass für wachsenden Protest. Wohnraum wurde privatisiert, Steuerabschreibungen für Sanierungen hatten Hochkonjunktur, Mietobergrenzen wurden abgeschafft, Luxussanierungen auf Mieter abgewälzt.

In der Reportage berichten Mieterinnen und Mieter, Geschäftstreibende, ein Stadtsoziologe, aber auch Eigentümer über den Verdrängungskampf auf dem Wohnungsmarkt.

Eine Reportage von Sylvia Conradt

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Radiosendung: Wir holen uns den Kiez zurück #8 (18.2.2013)

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Wir berichten über die Internationalen Wochen gegen Rassismus und sprechen dazu mit den Bürgermeistern von Treptow-Köpenick Oliver Igel und Friedrichshain-Kreuzberg Franz Schulz.
Am 09.03. gibt es einen gemeinsamen Aktionstag gegen Naziläden und rechten Livestyle von Weißensee/Hohenschönhausen und Friedrichshain. Unsere Gäste erzählen Euch, was alles so los sein wird.
Termine vom Berliner Mietenstopp-Bündnis lassen die Sendung ausklingen…

Sender: StudioAnsage 88,4
Quelle: http://cba.fro.at/106352
Lizenz:

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22. Februar WBA-Demo gegen Köpi-Versteigerung // am 28.Februar Kundgebung gegen die Versteigerung

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Am 28. Fe­bru­ar soll der Köpi-​Wa­gen­platz zwangs­ver­stei­gert wer­den. An­ge­zet­telt durch die Com­merz­bank mit ihren Toch­ter­ge­sell­schaf­ten, denn das große Geld winkt. Seit dem Som­mer 2012 ist das Ge­biet um das Wohn- und Kul­tur­pro­jekt KØPI mit ihrem Wa­gen­platz als Sa­nie­rungs­ge­biet aus­ge­schrie­ben. Der Staat möch­te Geld lo­cker ma­chen und In­ves­to­ren an­zie­hen, um die Nörd­li­che Lui­sen­stadt auf­zu­wer­ten. Lofts, Ei­gen­tums­woh­nung und Lu­xus-​Stu­den­ten­wohn­hei­me sind ge­dacht. Die Kö­pe­ni­cker Stra­ße soll zur Fla­nier-​ und Par­ty­mei­le aus­ge­baut wer­den und der alte Post­fuhr­hof wird ein zwei­ter Ha­cke­scher Markt. Der ge­plan­te Bau­be­ginn ist be­reits im März. Das Haus mit sei­nen vie­len Pro­jek­ten und der Wa­gen­platz ge­hö­ren zu­sam­men. Sie sind ein Teil der be­ste­hen­den Wi­der­stands­be­we­gung gegen die Ver­wer­tungs­po­li­tik.

Die Ver­stei­ge­rung ist ein wei­te­rer An­griff auf uns alle. Rum­mel­platz, KvU, Li­ni­en­stra­ße, KØPI und alle an­de­ren al­ter­na­ti­ven Pro­jek­te müs­sen be­ste­hen blei­ben.

Dazu wird es am Frei­tag dem 22. Fe­bru­ar eine WirBlei­ben­Al­le-​De­mo geben. Ge­mein­sam for­dern wir So­li­da­ri­tät mit allen be­droh­ten Pro­jek­ten und tref­fen uns um 16 Uhr in der KØPI.

Alle sind dazu ein­ge­la­den sich an der Demo zu be­tei­li­gen, sei es mit Re­de­bei­trä­gen, Trans­pa­ren­ten, Wägen, Schlaf­plät­zen für die Zeit zwi­schen Demo und Zwangs­ver­stei­ge­rung oder ei­ge­nen Auf­ru­fen.

So­li­da­ri­tät ist un­se­re wich­tigs­te Waffe!

Die „De­mo-​Or­ga“

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Mieterstadt New York – Vortrag von Lisa Vollmer

Zum Youtube-Channel: https://www.youtube.com/user/wohneninderkrise

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Zwangsräumung um jeden Preis – Widerstand wächst

Weitere Videobeiträge und ein Pressespiegel zu der gestrigen Zwangsräumg und den Protesten dagegen unter: http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

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